STANDARD TÄNZE


Langsamer Walzer

Den Langsamen Walzer (auch Slow Waltz oder English-Waltz genannt) zeichnet die Eleganz und Leichtigkeit aus, mit der die Tänzer über das Parkett schweben. Er entwickelte sich in den 20er Jahren in England aus dem Boston, dessen gerade und lineare Bewegungen sich in raumgreifende Drehungen verwandelten. Das Paar schwingt wie ein Pendel von Höhepunkt zu Höhepunkt. Später kamen nach und nach noch Foxtrottschritte dazu. Obwohl der Langsame Walzer als schwierigster der Standardtänze gilt, ist er bei den Tänzern sehr beliebt. Der Tanz mit seinen gefühlvollen Pendelbewegungen ist seit 1926 Turniertanz.

TaktTempoCharakter & Bewegung
3/430 bpmschwingend - weich und rund


Tango

Es wird vermutet das der Tango seine Wurzeln in den Slums und Hafenvierteln von Buenos Aires hat. Er wurde durch die kubanische Habanera und die argentinische Milonga beeinflußt, besteht aber auch aus spanischen Elementen. Das erste Tangoturnier fand bereits 1907 in Nizza statt. Interessant ist, das der Tango bis 1960, aufgrund seiner südamerikanischen Herkunft, zu den lateinamerikanischen Tänzen zählte. Der heutige Tango wurde aus der französischen Version des Tanzes entwickelt. Im Oktober 1922 wurde er bei einer Konferenz von 300 Tanzlehrern zum "modernen Tango" standardisiert. Im Gegensatz zu den anderen Tänzen wird der Tango ohne Heben und Senken getanzt, sondern auf einer tieferen, stabilen Ebene mit gleichmässig stark gebeugten Knien.

TaktTempoCharakter & Bewegung
2/4 (4/8)33 bpmgeschritten, im Wechsel dynamisch und sanftmütig


Wiener Walzer

Der Wiener Walzer verkörpert unbestritten die Königsdisziplin der Standardtänze und kann auf eine jahrhundertlange Tradition (12./13. Jhdt.) zurückblicken. 1787 wurde in der Wiener Oper durch eine italienische Gruppe eine "verfeinerte" Version des Walzers getanzt auf dessen Basis der heutige Wiener Walzer aufbaut. Sein Reiz liegt zweifelsohne in seinem berauschenden Körperschwung. Unermüdliche Drehungen in Perfektion getanzt verleihen diesem Tanz den Charme vergangener Zeiten. Seit 1825 ist der Wiener Walzer europäischer Gesellschaftstanz, seit 1932 Turniertanz. Der Rhythmus wird in erster Linie durch die Körperdrehung interpretiert. Er ist geprägt durch starke Höhen und Tiefen.

TaktTempoCharakter & Bewegung
3/460 bpmrotierend und schwingend


Slowfox

Der Foxtrott ist vermutlich der Abkömmling eines Showtanzes, den Harry Fox - ein amerikanischer Komiker - um 1913 entwickelt hat. Seinen Ursprung hat er in der Jazzmusik der Schwarzen, die darauf in New York tanzten bevor er 1915 in England derart verändert wurde, dass weichere und fließendere Bewegungsabläufe entstanden. Heute macht britische Gelassenheit diesen Tanz zu einem weit ausgreifenden Erlebnis. Die raumgreifenden fließenden Bewegungen lassen den Slowfox zu einem Prüfstein des tänzerischen Könnens werden. Er gilt als der elegante Bruder des Quicksteps und ist einer der schönsten aber auch einer der schwersten Standardtänze.

TaktTempoCharakter & Bewegung
4/430 bpmvornehm lässig, mit weiträumigen Gehbewegungen


Quickstep

Historisch betrachtet entwickelte sich der Quickstep gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Nordamerika aus den Tänzen "Boston" und "One-Step" (im Deutschen auch "Schieber" genannt). Um 1925 entstand dann in England aus dem Charleston, kombiniert mit schnellen Foxtrottschritten der heutige Quickstep. Typisch ist ein Wechsel von langsamen "Slow-" und schnellen "Quick-" Schritten, ein Feuerwerk flinker Bewegungen und Schritte, die fließender kaum sein könnten. Der Quickstep verlangt äußerste Körperbeherrschung. Er ist seit 1928 Turniertanz.

TaktTempoCharakter & Bewegung
4/450 bpmgelaufen, heiter-lustig-spritzig